Amelie


13-jährige Shagya-Araber Stute

  • 2014

    • Auftreten der ersten Atemwegsprobleme, behandelt wurde mit klassischer Tiermedizin.
    • Die Haltungsbedingungen waren, was Staub angeht, weitestgehend in Ordnung (Weidezelt mit Holzpellets, Heu-und Strohfütterung. Im Sommer 24 h Weide)
    • Nach der Behandlung mit den Medikamenten traten die Beschwerden nicht wieder auf

  • 2016

    • Ende 2016 wechselten wir den Stall und zogen in einen neuen Offenstall ein (Stall mit Stroh und Heufütterung, im Sommer Stundenweise Weidegang)
    • Im Winter traten die ersten Probleme auf: Amelie litt an starken Atemproblemen und wirkte matt. Sie wurde sofort Tierärztlich behandelt, bekam Cortison gespritzt und diverse Medikamente wie Schleimlöser und Bronchienerweitererverschrieben. Sofort wurde Sie in einer Box mit Späne separiert und bekam nasses Heu gefüttert.Nach und nach besserte sich Ihr Zustand und sie konnte wieder in die Gruppe.

  • 2017

    • Frühjahr 2017 erlebten wir gleiches Szenario wie im Winter
    • Behelfsmäßig wurde mit einem Pari-Boy Inhalationsgerät für den Menschen mit Amelie inhaliert
    • Auch hier kehrte nach einiger Zeit wieder Ruhe ein.
    • Unterstützend wurde Eukatolvon Salvanagefüttert. Es gab keinerlei Anzeigen eines erneuten Rückfalls. Kein Schleim, kein Husten, kein erkennbarer Leistungsabfall oder Unwilligkeit.

  • 2018

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  • 2019

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  • 2020

    • Im Frühjahr 2020 traf es uns dann wie ein Schlag!Von heut auf morgen traf ich auf ein völlig geschwächtes, stark pumpendes Pferd mit aufgeblähten Nüsternund matten Augen. Spontan wurde mit einem Flexinebund NaCl inhaliert.
    • Es wurden vom Tierarzt die typischen Medikamente verschrieben und Cortison gespritzt.
    • Unser Sole-Verneblerhatte unerwartet seinen ersten Einsatz.
    • Nach jeder Inhalation wurde Amelie je nach Möglichkeit Bewegt um den Abtransport des Schleimes zu unterstützen.
    • Nach und nach kamen die ersten Erfolge und alles beruhigte sich etwas.Alle Medikamente gaben wir wie vorgeschrieben und ließen diese langsam ausschleichen.
    • Kurz darauf der Schock –Amelie ging es extrem schlecht.
    • Wir waren Ratlos und besorgt. So akut hatten wir noch keine Hustenanfälle miterlebt und litten mit dem Pferd.
    • Nach erneuter Tierärztlicher Behandlung und Absprache führten wir die Inhalation mit anschließender Bewegung weiterhin jeden Tag durch.
    • Leider reite sich Vivo in unsere Atemwegsprobleme mit ein und spontan zogen beide Pferde aus der Gruppe in einen kleinen eigenen Offenstall neben den anderen Pferden.
    • Auch dieses Mal ließen wir nach und nach alle Medikamente ausschleichen.
    • Amelies Kondition wurde immer besser und der Schleim floss fleißig ab. Wir hatten Glück -es kam auch ohne Medikamente kein Rückfall.
    • Weiterhin inhalierten wir mit Sole und Kochsalzlösung so oft es ging. Nach circa 3 Wochen reduzierten wir nach und nach die Inhalationszyklen -Immer mit der Angst im Nacken, dass ein erneuter Rückschlag folgen konnte.

Was habe ich aus unserem Werdegang gelernt?

Wenn ich mir nun alte Bilder anschaue fällt mir oft der Schnodder in der Nase nach Bewegung auf. Damals war dies für uns kein Grund zur Sorge und wir haben uns keinerlei Gedanken über dieses Symptom gemacht. Genau das war der Fehler –schon 2014 hätten wir eingreifen können und müssen um so den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.

Rückblickend war Amelie sehr oft angeschlagen und hatte verschiedenste Verletzungen oder Krankheiten wie z.B. Mauke, Wurmbefall oder Hautprobleme. Oftmals sind diese in extremen Formen aufgetreten und zogen langwierige Behandlungen mit sich. Ich denke, dass alles in allem auf ein schwaches Immunsystem zurückzuführen ist welches durch die Atemwegserkrankung immer wieder belastet wurde.

Unser Konzept aus regelmäßiger Sole-und Kochsalzinhalation über mehrere Wochen (insgesamt circa 12 Wochen) sowie angepasste aber trotzdem langsam steigernde Bewegung halfen uns zum Erfolg.
Bis jetzt hatten wir keinen neuen Rückfall. Amelie ist fit wie ein Turnschuh und entwickelt sich konditionell und auch optisch wunderbar! Wir sind froh, dass wir die Möglichkeiten der Inhalation und Haltungsverbesserung hatten um Amelie so ein möglichst symptomfreies Leben trotz diagnostizierter COPD gewähren zu können.